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Pannen bei Ministerpräsidenten-Wahlen

Zu einer spektakulären Abfuhr bei der Wahl zur Regierungschefin kam es im März 2005 im Kieler Landtag: Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD) fiel in vier Wahlgängen durch und trat schließlich nicht mehr an. In Sachsen fiel Regierungschef Georg Milbradt (CDU) im November 2004 im ersten Wahlgang durch. Auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Erwin Teufel (CDU) verpasste im Juni 1996 beim ersten Anlauf sein Ziel. Er kam auf nur 77 Stimmen, obwohl CDU und FDP zusammen 83 der 155 Mandate hatten. Im zweiten Wahlgang schaffte er es mit 81 Stimmen.

Erst im dritten Wahlgang wurde 1994 Reinhard Höppner (SPD) zum Chef einer rot-grünen Minderheitsregierung von Sachsen-Anhalt gewählt.

Als Sensation galt die Niederlage des niedersächsischen SPD-Kandidaten Helmut Kasimier für die Nachfolge von Alfred Kubel (SPD) im Januar 1976. Bei der Abstimmung erhielt er nur 75 und damit nicht alle erforderlichen 78 Stimmen von SPD und FDP. Dem Gegenkandidaten Ernst Albrecht (CDU) fehlte eine Stimme. Am nächsten Tag schaffte Albrecht mithilfe eines Abgeordneten der bisherigen Koalition dann aber den Sprung an die Macht.