Hochschul-Ranking

Diese Unis haben die fleißigsten Forscher

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Bei den Fördergeldern löst Aachen München ab. Die Uni Hamburg rutscht auf Platz 21. In Europa sind deutsche Hochschulen vorne.

Hamburg. Spitzenwechel in der Forscher-Bundesliga: Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH) hat von allen deutsche Universitäten 2008 das meiste Forschungsgeld bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingeworben. Mit insgesamt 257 Millionen Euro löst die RWTH damit die Münchner Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) ab, die mit 249 Millionen Euro Platz zwei beim DFG-Forschungsranking belegt. Das gab die DFG als größte Fördereinrichtung der deutschen Hochschulforschung bekannt.

Und Hamburg? Die Hamburger Universität rangiert in diesem Ranking auf Platz 21. Seit 1996 ist Hamburgs größte Hochschule von Platz 7 über 14 und Rang 17 abgestürzt. Das bedeutet nicht, dass in Hamburg weniger geforscht wird. Aber die DFG fördert weniger Projekte im Bundesvergleich. Das hängt für Hamburg auch damit zusammen, dass die Bewilligung der Gelder für diese Projekte häufig arg bürokratisch verläuft. Zuletzt behielt sich sogar die inzwischen abgetretene Uni-Präsidentin Monika Auweter-Kurtz vor, jeden einzelnen DFG-Forschungsantrag selbst zu begutachten.

Auf Aachen und München folgen die Universität Heidelberg (215,4 Millionen Euro), die Technische Universität München (200,4 Millionen) und die Freie Universität Berlin (194,4 Millionen). Zur Gruppe der zehn erfolgreichsten Hochschulen gehören noch Freiburg, Karlsruhe, Erlangen-Nürnberg, Göttingen und die Humboldt-Universität Berlin.

Die deutschen Hochschulen seien gut für den nationalen und internationalen Wettbewerb in Wissenschaft und Forschung gerüstet. Vielen von ihnen sei es in den vergangenen Jahren gelungen, ihre Forschungsprofile zu schärfen und klare fachliche Schwerpunkte zu setzen, sagte DFG-Präsident Matthias Kleiner. Deshalb haben deutsche Hochschulen und Forschungseinrichtungen europaweit die meisten Drittmittel (Gelder von außerhalb der Uni, zum Beispiel aus der Wirtschaft) eingeworben. Insgesamt wurden nach Kleiners Angaben 3,024 Milliarden Euro an Institutionen in Deutschland bewilligt. Das sind 18 Prozent des gesamten Fördervolumens der Europäischen Union.

( (ryb) )

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