Ehebruch? Kardinal greift Seehofer an

BERLIN/MÜNCHEN. Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat CSU-Vize Horst Seehofer wegen der Berichte über eine außereheliche Affäre des Politikers scharf angegriffen.

Meisner sagte dem "Kölner Express": "Wenn es stimmt, muss man fragen: Wie will er denn Vorsitzender einer christlichen Partei werden? Wie weit sind wir eigentlich gekommen?" Ein Politiker müsse sich auch nach seinem persönlichen Lebensstil beurteilen lassen. Seehofer hatte zuvor der "Zeit" gesagt, er halte die Ehe für die beste Lebensform.

Unterdessen haben Seehofer und Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber den internen Wahlkampf um den CSU-Vorsitz eröffnet. Beide wollen sich als Männer der Mitte präsentieren, die die gesamte Bandbreite der CSU abdecken. Der scheidende Parteichef Edmund Stoiber will auch nach dem Rückzug von seinen Spitzenämtern in der CSU politisch aktiv bleiben und einen Schwerpunkt im Klimaschutz setzen.

( dpa )

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