Alle Prüfungen mit Bravour bestanden

Andreas Thewalt

Kommentar: Steinmeiers Start im Außenamt

Nicht mal ärgsten Feinden wünschen Politiker einen solch halsbrecherischen Start wie dem neuen Außenminister Steinmeier. Eine ruhige Einarbeitungsphase hatte er nicht. Faktisch seit Amtsantritt steht er im Feuer und unter härtestem Druck.

All die Wirren um CIA-Flüge, die Verschleppung des Deutschen al-Masri durch Amerikaner nach Afghanistan, die Debatte über BND-Agenten im Irak und die Entführungsfälle Osthoff und Chrobog forderten ihn extrem.

Steinmeier sollte den Kopf hinhalten für die alte Regierung, gleichzeitig als Außenminister der neuen ebenso eine gute Figur machen wie als Krisenmanager bei den Entführungsfällen. Mit Bravour hat er diese Prüfungen bisher gemeistert. Und einen BND-Untersuchungsausschuß müßte er auch nicht mehr fürchten. Die Parlamentsdebatte am Freitag zeigte doch zu deutlich: Der Opposition gehen die Argumente pro Ausschuß aus. Steinmeier hat das erste Stahlbad auch dank eigenem Können also recht heil überstanden.

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