Nachhaltige Entwicklung

Im Gespräch

Der Begriff "nachhaltige Entwicklung" (englisch: sustainable development) wurde erstmals 1987 geprägt. Demnach soll die Politik "die Grundbedürfnisse der Gegenwart befriedigen, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können", so erklärte es damals die UNO-Kommission für Umwelt und Entwicklung unter Vorsitz von Gro Harlem Brundtland in ihrem Abschlussbericht. "Nachhaltig" steht für tragfähig, zukunftsfähig, dauerhaft, umweltverträglich, sozial gerecht. Dazu gehört vor allem die Schonung der natürlichen Ressourcen wie Wasser, Wald und Energiequellen, aber auch die Umstellung auf "saubere" Produktion, die Bekämpfung der Armut. Das Wort "nachhaltig" stammt aus der Forstwirtschaft und steht für das Prinzip, dass nur so viel Wald gerodet werden darf, wie in derselben Zeit nachwächst. Auf dem UNO-Umweltgipfel 1992 in Rio de Janeiro wurde das Prinzip der Nachhaltigkeit zum Programm erhoben. Die Staaten vereinbarten, Nachhaltigkeitsstrategien auszuarbeiten, die Ende August auf der UNO-Folgekonferenz im südafrikanischen Johannesburg vorgestellt werden sollen. Dabei geht es um ein Entwicklungsmodell für Industrie- und Entwicklungsländer, das Wohlstand, Gerechtigkeit und Umweltschutz in Einklang bringen soll. Die Strategie der Bundesregierung, die in Johannesburg vorgestellt wird, sieht vor, mit 21 Indikatoren vom Klimaschutz über die Staatsverschuldung bis hin zur Mobilität Fortschritte bei der Nachhaltigkeit messbar zu machen.