Spitzenkandidaten in NRW halten sich alle Optionen offen

Mönchengladbach. Der Endspurt im nordrhein-westfälischen Landtagswahlkampf ist eingeläutet: In einer Fernsehdebatte haben sich die Spitzenkandidaten der sechs aussichtsreichsten Parteien am Mittwochabend einen lebhaften, aber sachlichen Schlagabtausch geliefert. FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner setzte sich dabei von der CDU ab. CDU-Herausforderer Norbert Röttgen sprach von einem "Ende der Lagersituation".

An der traditionellen Runde im WDR nahm erstmals auch die Piratenpartei teil. Ihr Spitzenkandidat Joachim Paul musste mehrfach passen und räumte ein, dass seine Partei nicht auf alle Fragen eine Antwort habe. Die Wähler wüssten aber, dass sie die richtigen Fragen stellten. Nach Meinungsumfragen können die Piraten am 13. Mai mit dem sicheren Einzug in den Düsseldorfer Landtag rechnen. SPD-Spitzenkandidatin und Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zeigte sich skeptisch mit Blick auf eine mögliche Zusammenarbeit. Die Positionen der Piraten seien zu unklar.

Mögliche Koalitionsoptionen spielten immer wieder eine Rolle. Ausgeschlossen wurde nichts. Laut einer Forsa-Umfrage kommt ein rot-grünes Bündnis derzeit nur noch auf 47 Prozent - und liegt damit gleichauf mit CDU, FDP und Piraten zusammen.

Eine Erhebung des Yougov-Instituts für den "Kölner Stadt-Anzeiger" von gestern sieht Rot-Grün mit 47 Prozent knapp vor der versammelten Konkurrenz von CDU, FDP und Piraten (46 Prozent).

( (dpa) )

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