Innenminister erhofft Annäherung bei Islamkonferenz

München/Berlin. Vor Beginn der zweiten Deutschen Islamkonferenz heute in Berlin hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) mehr Verbundenheit zwischen Christen und Muslimen angeregt. "Ganz frei nach Martin Luther Kings Motto "I have a dream" wünsche ich mir gemeinsame Feste, kontroverse Debatten und verbindende Gespräche mit dem Islam und im Islam", schrieb er in einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag".

Der Innenminister bedauerte die Absage des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) für die Islamkonferenz und versicherte: "Meine Dialogbereitschaft wird dadurch nicht vermindert." Themen der Runde seien unter anderem der islamische Religionsunterricht und die Ausbildung von Religionslehrern sowie die Grenze zwischen dem willkommenen Islam und dem nicht willkommenen Islamismus.

Der Ausstieg des Zentralrats der Muslime hatte heftige Kritik ausgelöst. Die Konferenz stehe unter einem "schlechten Stern", seit de Maizière das Thema übernommen habe, hatte etwa der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir im Abendblatt gesagt.