Flüchtlingskrise

Asselborn will Flüchtlingslager Idomeni schnell auflösen

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn nach einem Treffen der EU-Außenminister: Er fordert die Flüchtlinge in Idomeni schnell in menschenwürdige Lager zu bringen.

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn nach einem Treffen der EU-Außenminister: Er fordert die Flüchtlinge in Idomeni schnell in menschenwürdige Lager zu bringen.

Foto: Julien Warnand / dpa

Von Sonntag an gilt der EU-Türkei-Deal: Zunächst müsse das Lager in Idomeni geräumt werden, sagt Luxemburgs Außenminister Asselborn.

Berlin.  Nach der Vereinbarung der EU mit der Türkei zur Bewältigung der Flüchtlingskrise hat der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn die Räumung des Lagers in Idomeni zur Priorität erklärt. Es sei klar, „dass die erste Aufgabe sein muss“, die Menschen in Idomeni in Busse zu setzen und in menschenwürdige Auffanglager auf dem griechischen Festland zu bringen, sagte Asselborn am Samstagmorgen im Deutschlandfunk.

„Diese Bilder müssen weg, das ist ganz klar.“ Derzeit sitzen mehr als 10.000 Flüchtlinge im provisorischen Lager an der griechisch-mazedonischen Grenze fest, darunter viele Kinder. Sie kampieren bei Regen und Kälte in Zelten im Schlamm und hoffen, doch noch nach Norden weiterziehen zu können.

Regelung des Türkei-Deals gilt ab Sonntag

Die 28 Staats- und Regierungschefs der EU hatten sich am Freitag mit dem türkischen Regierungschef Ahmet Davutoglu auf ein umstrittenes Abkommen zur Rückführung Tausender Migranten geeinigt. Es sieht unter anderem vor, dass Flüchtlinge, die illegal nach Griechenland übersetzen, künftig in die Türkei zurückgeschickt werden können. Die Regelung soll bereits an diesem Sonntag in Kraft treten (rtr/dpa)