Iran vergleicht Atomstreit mit „Zauberwürfel“

Genf. Iran hat das zähe Ringen um eine Einigung im Atomstreit mit den Problemen bei einem Geduldsspiel verglichen. „Wenn man bei Rubiks Würfel (Zauberwürfel) eine Ebene verdreht, verändern sich auch die anderen, und man muss immer weiterdrehen, bis alle in der richtigen Stellung sind“, sagte Irans Vizeaußenminister Abbas Araghchi am Sonntag in Genf. Dort setzten die fünf Uno-Vetomächte sowie Deutschland (5+1) und der Iran ihre Bemühungen um eine Einigung in dem seit zwölf Jahren andauernden Streit fort. Viertägige bilaterale Beratungen auf Außenministerebene zwischen dem Iran und den USA, Deutschland, Frankreich und Großbritannien waren der großen Runde vorausgegangen.

Beide Seiten arbeiteten weiterhin intensiv daran, bis März zumindest die Grundlage für eine Einigung zu schaffen, betonte Araghchi. „Eine einheitliche Formel haben wir aber bis jetzt noch nicht gefunden“, fügte er hinzu.

Bis März dieses Jahres wollen der Westen und der Iran ein generelles Abkommen und bis Juli eine umfassende Einigung erreichen. Der Westen will dabei sicherstellen, dass der Iran keine Atombomben entwickelt. Teheran, das diese Absicht stets dementiert hat, geht es um die Aufhebung von Wirtschaftssanktionen. Im Vorfeld der Verhandlungen hatte das iranische Parlament mit einer Verschärfung des Atomkurses gedroht, falls es zu keiner Einigung kommen sollte. Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif sprach sich jedoch gegen solche drastischen Maßnahmen aus.