Terrornetzwerk al-Qaida droht Frankreich mit weiteren Anschlägen

Tunis. Die im nördlichen Afrika angesiedelte Terrorgruppe al-Qaida im islamischen Maghreb (AQMI) hat die Terroranschläge in Paris gelobt und mit weiteren Angriffen auf Frankreich gedroht. In einer im Internet verbreiteten Erklärung verwiesen die Dschihadisten auf vorangegangene Angriffe auf westliche Einrichtungen: „Von dem Angriff auf die dänische Botschaft in Pakistan über den Angriff auf die US-Botschaft in Libyen hält die Karawane nun in Paris.“ Frankreich zahle den Preis für die Besetzung von muslimischem Land in Mali und Zentralafrika und für die Bombardierung von Muslimen im Irak und in Syrien, hieß es.

Bei der Trauerfeier für die bei den Anschlägen getöteten Polizisten hat Frankreichs Staatschef François Hollande seinen Landsleuten am Dienstag Mut gemacht: „Unser großes und schönes Frankreich wird nie zerbrechen, wird niemals zurückweichen und sich beugen.“ Bei der Trauerzeremonie im Innenhof der Pariser Polizeipräfektur nahm Hollande die Beamten Franck Brinsolaro, Ahmed Merabet und Clarissa Jean-Philippe posthum in die französische Ehrenlegion auf, die Orden befestigte er an den aufgebahrten Särgen der Polizisten. „Sie sind gestorben, damit wir in Freiheit leben können“, sagte der Präsident. Zwar bestehe die terroristische Bedrohung weiter, von außen wie von innen. Aber Frankreich „stellt sich und ist aufrecht“.