Separatisten schießen zwei ukrainische Kampfjets ab

Kiew. Während die Niederlande um die Opfer des Flugzeugabsturzes trauerten, ging die Suche nach dessen Ursache weiter – ebenso wie die Kämpfe im Osten des Landes. Prorussische Separatisten schossen zwei ukrainische Kampfjets vom Typ Suchoi SU-25 ab. Das teilten die Führung und Kiew sowie die Aufständischen übereinstimmend mit. Nach Rebellenangaben wurde ein Pilot tot aufgefunden. Bereits am Vortag habe die „Volkswehr“ zwei Suchoi-Jets abgeschossen, behauptete ein Sprecher. Die Aufständischen hatten schon zuvor mehrere Militärflugzeuge abgeschossen, auch Kampfjets. Die Ukraine und die westlichen Länder verdächtigen die Separatisten, auch die malaysische Boeing mit einer Boden-Luft-Rakete zerstört zu haben. Eindeutige Beweise dafür gibt es nach Angaben von US-Geheimdiensten jedoch nicht.

Die Ermittlungen zur Katastrophe gingen an mehreren Orten weiter. Die Flugschreiber der Boeing wurden zur Untersuchung nach Großbri tannien gebracht. In der Ukraine überprüfte der Geheimdienst SBU den Funkverkehr zwischen Fluglotsen am Boden und den MH17-Piloten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warf der russischen Führung und den Separatisten erneut mangelnde Kooperation und wenig Interesse an einer umfassenden Aufklärung des Absturzes vor. Die EU wird möglicherweise schon heute weitere Sanktionen gegen Russland verhängen.