Schwere Kämpfe um Krankenhaus in der Stadt Gaza

Gaza. Im Gazastreifen haben die Kämpfe auch am Mittwoch unvermindert angehalten. Die israelische Luftwaffe bombardierte das Al-Wafa-Krankenhaus im Osten der Stadt Gaza. Bodentruppen griffen das Gebäude an, in dem sich Kämpfer der islamistischen Hamas-Milizen verschanzt hatten. Das Krankenhaus für schwerbehinderte Patienten war aber bereits vor vier Tagen geräumt worden, bestätigten Offizielle in Gaza.

Die Arbeit für die Rettungsmannschaften im Gazastreifen wurde unterdessen immer gefährlicher. „Die Ambulanzen und die Helfer riskieren wirklich ihr Leben, um zu den Leuten zu kommen, um erste Hilfe zu leisten und sie aus unsicheren Zonen in Sicherheit zu bringen“, sagte Sandra Wicki, Mitarbeiterin des spanischen Roten Kreuzes in Ramallah.

Auf israelischer Seite stieg die Zahl der getöteten Soldaten auf mindestens 29 – und damit auch der Druck auf die Regierung, die Krise zu lösen. Zuletzt kamen zwei Offiziere ums Leben. Ein Gastarbeiter aus einem nicht näher genannten Land wurde am Mittwoch bei einem Raketenangriff aus dem Gazastreifen im Süden Israels getötet.

Der amerikanische Außenminister John Kerry setzte am Mittwoch seine Vermittlungsmission in der Region fort. In Jerusalem traf er Uno-Generalsekretär Ban, in Ramallah Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. „Wir sind gewiss einige Schritte weitergekommen, aber es bleibt noch viel zu tun“, zitierten ihn israelische Medien.

Ziel der inzwischen gut zweiwöchigen israelischen Offensive ist es, die Infrastruktur der Hamas wie Raketenabschussrampen, Waffenschmieden und vor allem unterirdische Tunnel zu zerstören. Durch Tunnel dringen Hamas-Kommandos nach Israel vor, um Anschläge zu verüben. Immer wieder schlagen Raketen aus dem Gazastreifen in israelischen Orten ein.