Assad kandidiert für weitere sieben Jahre in Syrien

Damaskus. Syriens Präsident Baschar al-Assad hat offiziell seine Kandidatur für die Neuwahlen in dem Bürgerkriegsland am 3. Juni erklärt. Dies teilte Parlamentspräsident Dschihad al-Laham am Montag im Staatsfernsehen mit. Die Ankündigung war von vielen erwartet worden, da sich Assad auch nach drei Jahren Bürgerkrieg gegen seine Ablösung stemmt. Der heute 48-Jährige führt das Land seit dem Jahr 2000, als er das Präsidentenamt von seinem verstorbenen Vater übernahm. Nach der neuen Verfassung des Landes von 2012 darf er sich noch weitere zwei Male um jeweils siebenjährige Amtszeiten bewerben.

Rebellen im Land versuchen hingegen seit 2011, Assad zu stürzen. Der blutige Bürgerkrieg hat mehr als 150.000 Menschen das Leben gekostet. Millionen Syrer sind auf der Flucht. Zuletzt hatten Assads Truppen allerdings Geländegewinne verbucht. Am Sonntag hatten vier weitere Kandidaten ihre Bewerbung um das Präsidentenamt angekündigt. Darunter ist auch eine Frau, die 51-jährige Ingenieurin Sausan Omar Haddad. Insgesamt gibt es damit derzeit sieben Kandidaten. Kritiker unterstellen jedoch dem Regime, dass Assads Gegenkandidaten dem Wahlgang nur den Anschein Legitimität verleihen sollen. Es wird mit einem Sieg Assads gerechnet.