Verheugen kritisiert Ukraine-Politik der Bundesregierung

Berlin. Der ehemalige EU-Erweiterungskommissar, Günter Verheugen (SPD), hat die Unterstützung der Bundesregierung für die Ukraine im Konflikt mit Russland scharf kritisiert. „Das Problem liegt eigentlich gar nicht in Moskau oder bei uns. Das Problem liegt ja in Kiew, wo wir die erste europäische Regierung des 21. Jahrhunderts haben, in der Faschisten sitzen“, sagte Verheugen im WDR . Noch sei es nicht zu spät, um den Konflikt zwischen Russland und dem Westen zu lösen.

„Es kommt jetzt darauf an, sehr besonnen und sehr ruhig zu reagieren, und auf jeden Fall zu verhindern, dass eine Eskalation von Sanktionen in Gang gesetzt wird, an deren Ende dann tatsächlich ein neuer Kalter Krieg stehen würde“, sagte Verheugen. Stattdessen müsse die EU auf die russische Regierung zugehen. „Wir könnten, glaube ich, das Problem dadurch lösen, dass wir Russland einen gesamteuropäischen Wirtschaftsraum anbieten von Lissabon bis Wladiwostok.“ Dies würde auch helfen, andere Konflikte in Osteuropa zu entschärfen.

( (dpa) )

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