Von heute an wird über Frieden in Syrien verhandelt

New York. Nach drei Jahren Bürgerkrieg und mehr als 130.000 Toten soll eine Syrien-Konferenz in der Schweiz die Weichen für eine Friedenslösung stellen. An diesem Mittwoch starten die Gespräche in Montreux, die Beobachter als letzte Chance der internationalen Diplomatie in dem Konflikt bezeichneten. Der Streit um die Ein- und spätere Ausladung des Iran vor der Syrien-Konferenz ging auch am Dienstag weiter. Nur Stunden vor Beginn des Treffens in Montreux hatte Uno-Generalsekretär Ban Ki-moon nach heftiger Kritik seine Einladung an den Iran wieder zurückgezogen. Er sei „zutiefst enttäuscht“, dass der Iran sich entgegen vorheriger Zusagen nicht offiziell zu den Grundlagen und Zielen der Konferenz bekannt habe, hieß es in New York. Die syrische Opposition sagte daraufhin ihre Teilnahme zu, die zeitweilig auf der Kippe gestanden hatte. Teheran ist einer der wenigen engen Verbündeten des Assad-Regimes.

Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif bezeichnete die Ausladung als „äußerst bedauerlich“. Ban hätte den Mut haben sollen zuzugeben, dass der wahre Grund für die Ausladung Druck von den USA und „bestimmten Gruppen“ gewesen sei und nicht Aussagen von iranischer Seite. Russlands Außenminister Sergej Lawrow sprach in Moskau von einem Fehler, der aber keine Katastrophe sei. Auch der britische Außenminister William Hague hält eine iranische Beteiligung am Friedensprozess in Syrien für wichtig. „Es ist sehr wichtig für einen künftigen Frieden in Syrien – wann immer wir dahinkommen und wann immer wir das schaffen – , dass der Iran zustimmt“, sagte Hague im Parlament in London.

Die syrische Opposition und die US-Regierung begrüßten die Entscheidung Bans. Die Sprecherin des US-Außenministeriums Jen Psaki erklärte, alle Parteien könnten sich jetzt auf die Arbeit konzentrieren, die darin bestehe, das Leiden des syrischen Volkes zu beenden und den lange überfälligen Prozess eines politischen Übergangs zu beginnen.