Griechenland will 2014 ohne neue Hilfen auskommen

Athen. Mit der Hoffnung auf das Ende einer seit sechs Jahren andauernden Rezession ist Griechenland in das neue Jahr gestartet. „2014 wird Griechenland auf die Märkte zurückkehren und anfangen, wieder ein normaler Staat zu sein“, sagte Ministerpräsident Antonis Samaras in seiner Neujahrsansprache. Zudem wolle das Land nach dem Ende der internationalen Rettungsprogramme in diesem Jahr auch ohne neue Hilfskredite auskommen.

Griechenland hatte am Mittwoch für die nächsten sechs Monate die EU-Ratspräsidentschaft übernommen und damit turnusgemäß Litauen abgelöst. Dabei will sich Athen nach den Worten von Antonis Samaras auf drei Hauptziele konzentrieren: Sparen, Wachstum und die Bekämpfung der illegalen Migration. Das Budget für den EU-Vorsitz werde mit rund 50 Millionen Euro das kleinste sein, seit es eine EU-Präsidentschaft gibt, sagte der griechische Regierungschef.

Derweil hat sich in Deutschland die Debatte um die Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU weiter verschärft. Seit dem 1. Januar haben – wie berichtet – auch Rumänen und Bulgaren freien Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. Die CSU werde die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität zu einem Schwerpunkt 2014 machen und gegen „Einwanderung ins deutsche Sozialsystem“ vorgehen, bekräftigte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU).