Afghanistan

Zwölf Tote durch Kugeln und Explosion rund um Moschee

Dorfbewohner kamen durch Sprengstoff ums Leben, als sie die Leichen von vier Aufständischen aus einem Gotteshaus tragen wollten.

Kabul. Sieben Zivilisten, vier Aufständische und ein afghanischer Soldat sind am Sonntag bei Gefechten und einer Explosion rund um eine Moschee in Afghanistan gestorben. Die Dorfbewohner kamen durch Sprengstoff ums Leben, als sie die Leichen der vier Aufständischen aus dem Gotteshaus tragen wollten. „Wir wissen nicht, ob die Weste eines Selbstmordattentäters explodiert ist oder anderer Sprengstoff“, sagte ein Sprecher der Lokalregierung in der Provinz Wardak.

Die vier Aufständischen waren in einem Feuergefecht getötet worden, nachdem sie eine Truppe von afghanischen und Nato-Soldaten angegriffen hatten. Dabei sei auch ein afghanischer Soldat gestorben, hieß es in einem Statement der Afghanistan-Schutztruppe Isaf. Bei den Angreifern entdeckten die Soldaten demnach ein Lager mit Waffen und Sprengstoff. Die Munition sei zerstört worden, ehe sich die Soldaten zurückzogen, hieß es in dem Statement weiter.

Dorfbewohner sagten lokalen Medien, die Moschee sei bombardiert worden. Die Isaf erklärte hingegen ausdrücklich, es habe keinen Angriff aus der Luft gegeben. Die internationale Schutztruppe sei sich aber bewusst, dass nach dem Einsatz Zivilisten gestorben seien. Der Vorfall werde zusammen mit den afghanischen Behörden untersucht.