Uno klagt: Staaten geben kaum Geld für Hilfe in Syrien

New York/Damaskus. Der Syrien-Konflikt hat nach den Worten von Uno-Generalsekretär Ban Ki-moon eine "besonders brutale Wendung" genommen. Ban beklagte zugleich die mangelnde Bereitschaft der internationalen Gemeinschaft, den notleidenden Menschen in Syrien zu helfen. Ein Spendenaufruf über 180 Millionen Dollar sei nicht einmal zur Hälfte von den 193 Mitgliedsländern finanziert, sagte Ban vor der Uno-Vollversammlung in New York.

Alle Appelle an die Regierung von Präsident Baschar al-Assad und an die Aufständischen in Syrien, die Gewalt zu beenden, verhallen weiter ungehört. Gestern starben nach Angaben von Aktivisten wieder mindestens 100 Menschen. Allein 50 Zivilisten kamen ums Leben, als die Artillerie der Regierungstruppen Wohnviertel in Aleppo beschoss. "Aleppo brennt", sagte der Aktivist Bassam al-Halebi.

Ban Ki-moon forderte, dass alle Waffenlieferungen an die Konfliktparteien umgehend beendet werden. "Jene, die Waffen an die eine oder andere Seite liefern, tragen nur weiter zur Not bei", sagte er. Sie riskierten auch, dass sich die Kämpfe ausweiteten. Laut einem Bericht der "New York Times" versorgt der Iran das Assad-Regime wieder mit Militärgütern. Trotz Protesten der USA in Bagdad werde die Versorgung über den irakischen Luftraum abgewickelt. Zwar habe Bagdad die Flüge auf Druck Washingtons Anfang des Jahres untersagt, sie seien aber im Sommer zum Ärger der US-Regierung wieder aufgenommen worden.

( (dpa) )