Irak

Brand an einer Pipeline für irakisches Erdöl in der Türkei

Durch die Leitung fließt ein Viertel der irakischen Ölexporte. Behörden vermuten nach Angabne von Sicherheitskreisen Sabotage.

Diyabakir. Ein Feuer hat am Montag zur Schließung einer Ölleitung aus dem Irak in die Türkei geführt, durch die ein Viertel der irakischen Ölexporte fließt. Die Ursache des Brandes an der Pipeline Kirkuk-Ceyhan in der türkischen Provinz Sirnak war zunächst unklar, die Behörden vermuteten nach Angaben aus Sicherheitskreisen Sabotage.

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Die Leitung, durch die im vergangenen Monat jeden Tag 300.000 Barrel Öl (1 Barrel = 159 Liter) flossen, war schon mehrfach Ziel von Anschlägen. So hat die radikale Kurdische Arbeiterpartei PKK die Leitung als strategische Einrichtung bezeichnet und bereits in der Vergangenheit ins Visier genommen. Die Europäische Union (EU) hat die PKK, die im Südosten der Türkei gegen die Regierung und das Militär kämpft, als terroristische Organisation eingestuft.

Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wird aber auch untersucht, ob der jüngste Brand durch illegales Anzapfen der Leitung verursacht worden sein könnte.

Das irakische Öl wird im türkischen Hafen Ceyhan verladen. Dort warteten nach Informationen aus Schifffahrtskreisen zwischen fünf und zehn Tanker. Das Zwischenlager am Hafen mit etwa 500.000 Barrel reiche für die Tanker nicht aus, hieß es. Die irakische Regierung forderte die Türkei auf, umgehend die Pipeline zu reparieren und in der Zwischenzeit das irakische Öl über eine alternative Leitung zu führen.

Mit Material von reuters