Iran und Golfstaaten gehen auf Konfrontationskurs

Riad. Der Krieg der Worte zwischen dem schiitischen Iran und den von sunnitischen Herrschern regierten arabischen Golfstaaten eskaliert. Entzündet hatte sich der Konflikt an den Unruhen in Bahrain, wo die mehrheitlich schiitische Opposition das sunnitische Herrscherhaus durch Protestaktionen zu Reformen zwingen will.

Der Vize-Generalsekretär des Golfkooperationsrates (GCC), Saad al-Ammar, warf dem Iran in der saudischen Zeitung "Al-Iqtisadiyah" vor, Teheran habe sich in die Angelegenheiten des Königreichs Bahrain eingemischt: "Wir haben gehört und gelesen, wie verschiedene Regierungsbeamte aus dem Iran über die Lage in Bahrain gesprochen haben, ganz so, als wäre dies eine iranische Angelegenheit." Teheran habe alle diplomatischen Gepflogenheiten über Bord geworfen und mehrere rote Linien überschritten. Deshalb sei die Entscheidung der bahrainischen Führung, ihren Botschafter aus Teheran abzuberufen, richtig gewesen.

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