Gewaltsame Proteste gegen griechisches Sparpaket

Neue Streikwelle legt das Land weitgehend lahm

Athen. Eine neue Streikwelle gegen das harte Sparprogramm und die unpopulären Arbeitsmarkt-Reformen der griechischen Regierung hat gestern das Land weitgehend lahmgelegt. Busse in Athen sowie die Eisenbahn standen still, von Piräus liefen keine Fähren zu den Ägäis-Inseln aus. Auch die Fluglotsen legten für vier Stunden die Arbeit nieder. Dutzende Flüge fielen aus.

Im Zentrum Athens versammelten sich nach Polizeischätzungen etwa 35 000 Menschen. Sie trugen Transparente mit dem Spruch "Es reicht - den Preis der Krise soll das Großkapital zahlen" und "Hände weg von unseren Renten und Gehältern". Auch in anderen Städten kam es zu Demonstrationen. Bei der Demonstration in Athen kam es zu heftigen Ausschreitungen. Etwa 500 Autonome warfen Brandflaschen in Richtung Finanzministerium und auf die Polizei. Die Beamten setzten Tränengas ein, um die Randalierer auseinanderzutreiben. Die Lage beruhigte sich am Nachmittag.