Flüchtlinge auf Lampedusa drohen mit Hungerstreik

Rom. Auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa wollen Hunderte von tunesischen Flüchtlingen mit einem Hungerstreik auf ihre Lage aufmerksam machen. Unter den immer noch rund 1800 Immigranten gehe die Angst vor Abschiebung um, berichteten italienische Medien. Vor allem für die Asylbewerber unter ihnen will Rom bis Mitte nächster Woche ein Heim auf Sizilien eröffnen. In der Anlage bei Catania hätten 7000 Menschen Platz.

Vor dem Sturz des tunesischen Präsidenten Zine al-Abidine Ben Ali Mitte Januar hatte Italien Wirtschaftsflüchtlinge auf der Grundlage eines bilateralen Abkommens in der Regel postwendend zurückgeschickt.