Nordkorea versetzt Streitkräfte in Alarmbereitschaft

Seoul. Der Korea-Konflikt hat sich weiter zugespitzt. Kurz vor einer Uno-Dringlichkeitssitzung zu der Krise hat Nordkorea seine Streitkräfte in Erwartung einer von Südkorea angekündigten Militärübung im Grenzgebiet der beiden Länder in Alarmbereitschaft versetzt. Zuvor hatte Südkorea die Übung nahe der Insel Yeonpyeong wegen schlechten Wetters verschoben, aber trotz des internationalen Drucks nicht abgesagt. Nordkorea hat damit gedroht, den Süden erneut unter Beschuss zu nehmen, sollte dieser an der Artillerie-Übung mit scharfer Munition im Grenzgebiet festhalten.

Ein neuer Schlag werde härter ausfallen als der am 23. November, bei dem beim Beschuss der südkoreanischen Insel Yeonpyeong vier Menschen getötet wurden, hieß es. Südkorea seinerseits hat mitgeteilt, sollte es erneut von Nordkorea angegriffen werden, werde es zur Selbstverteidigung zurückschlagen. "Wir vernehmen, dass es eine Erhöhung der Alarmbereitschaft der Artillerie-Einheiten gegeben hat", zitierte die Agentur Yonhap Kreise der südkoreanischen Regierung.

Unterdessen kam gestern in New York der Uno-Sicherheitsrat zu einer Sondersitzung zusammen, um über eine Deeskalation auf der geteilten koreanischen Halbinsel zu beraten.