Regierung schickt sich selbst in die Wüste

Unter der gleißenden Sonne der Wüste Gobi hat sich die mongolische Regierung zu einer Kabinettssitzung getroffen. Im Anzug und mit Krawatte schwitzten die zwölf Minister im Wüstensand rund 670 Kilometer südlich der Hauptstadt Ulan-Bator zwischen den Dünen des Gaschuunii-Chooloi-Tals. Sie haben die 15-stündige Fahrt in die Provinz Süd-Gobi auf sich genommen, um gegen Klimawandel zu protestieren. "Die Mongolei spürt die Folgen des weltweiten Klimawandels", sagte Ministerpräsident Batbold Sukhbaatar. Durch die gestiegenen Temperaturen versiegten Flüsse und dehnten sich die Wüsten aus. Nun hofft die Regierung auf Beschlüsse der Delegierten beim Klimagipfel im November im mexikanischen Cancún.