Amerikas Ureinwohner

US-Präsident Obama empfängt Indianer im Weißen Haus

Foto: AFP

US-Präsident Obama empfing im Weißen Haus amerikanische Ureinwohner. Kriminalitätsrate in Reservaten soll gesenkt werden.

US-Präsident Barack Obama hatte noch ein Wahlversprechen einzulösen. Gestern unterzeichnete er ein Gesetz, das die Rechte von Amerikas Ureinwohnern stärken soll. Und deren Vertreter haben zu der feierlichen Zeremonie ihren traditionellen Kopfschmuck angelegt. So schön die Farbkleckse im edlen Ambiente des Weißen Hauses jedoch wirken, so ernst ist der Hintergrund des neuen Gesetzes. Die Kriminalitätsrate in den Reservaten der Ureinwohner ist zum Teil 20-mal höher als im Rest von Amerika. Vor allem Vergewaltigungen sind ein massives Problem. Bislang konnte die staatliche Justiz kaum eingreifen, weil es in den Reservaten eine eigene Strafverfolgung gibt, die die Ureinwohner bislang allerdings nur unzureichend schützen konnte. Mit Präsident Obamas Unterschrift unter das Gesetz soll die Zusammenarbeit mit den staatlichen Behörden nun deutlich verbessert werden.

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