Juli blutigster Monat für US-Streitkräfte in Afghanistan

Washington. Juli 2010 war nach einer Zählung des US-Fernsehsenders CNN für die amerikanischen Streitkräfte der bislang blutigste Monat in dem fast zehnjährigen Afghanistan-Krieg. In dem nun endenden Monat seien mindestens 63 US-Soldaten dem Konflikt zum Opfer gefallen. Erst am Donnerstag waren drei amerikanische Soldaten bei der Explosion eines Sprengsatzes getötet worden. Insgesamt seien im Juli 85 Mitglieder der internationalen Streitkräfte am Hindukusch ums Leben gekommen. Bislang war der Juni 2010 der blutigste Monat für das US-Militär: Im vergangenen Monat waren 60 Amerikaner getötet worden.

Nach der Veröffentlichung Zehntausender Geheimdokumente zum Afghanistan-Konflikt auf der Internetplattform WikiLeaks hat US-Verteidigungsminister Robert Gates bei der Suche nach der undichten Stelle die Bundespolizei FBI eingeschaltet. Er kündigte eine "aggressive" Fahndung an. "Die Folgen auf dem Schlachtfeld durch die Herausgabe dieser Dokumente können für unsere Soldaten, unsere Verbündeten und unsere afghanischen Partner schwerwiegend und gefährlich sein", sagte Gates.