Flugsicherheit

Reporter mit Bomben-Imitat in USA geflogen

Amsterdam. Gut zwei Monate nach dem knapp vereitelten Bombenanschlag auf eine in Amsterdam gestartete US-Passagiermaschine hat ein Reporter auf dem dortigen Flughafen ein Sprengstoff-Imitat in ein Flugzeug geschmuggelt und ist damit bis in die USA geflogen.

Der für solche Aktionen bekannte niederländische TV-Journalist Alberto Stegeman wendete dabei folgenden Trick an: Ein Mitglied seines Recherche-Teams kaufte im Duty-free-Shop eine Literflasche Alkohol, ohne den Flug, für den er sich dabei mit seiner Bordkarte ausgewiesen hatte, tatsächlich zu nehmen. Außerhalb des Airports wurde die Flasche mit Wasser gefüllt und wieder verschlossen. Stegeman legte die präparierte Flasche dann an der Kasse des Duty-free-Shops zum Kauf vor, wo sie von einem Verkäufer in einer Sicherheitstüte versiegelt wurde. Mit dem Liter Flüssigkeit im Handgepäck kam Stegeman durch alle Kontrollen und via London Heathrow bis in die US-Hauptstadt Washington. "Das hätte jederzeit auch Explosivstoff sein können", erklärte der Reporter.

Das Nationale Koordinierungsbüro der Niederlande für Terrorismusbekämpfung (NCTB) ordnete nach der TV-Sendung eine sofortige Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen an.