Piratenüberfall verhindert

Dänische Marine befreit vor Somalia 25 Seeleute

Kopenhagen. Dänische Spezialeinheiten haben am Freitag ein Handelsschiff geentert, das wegen eines Piratenüberfalls einen Notruf abgesetzt hatte. Alle 25 Seeleute, die sich in einem Raum verschanzt hatten, konnten wohlbehalten befreit werden. Piraten allerdings fanden die Angehörigen der vor Somalias Küste patrouillierenden Marineeinheiten eines Nato-Verbandes nicht vor, wie der Kommandant des dänischen Kriegsschiffs "Absalon" am Freitag im Rundfunksender DR bekannt gab.

"Wir wissen nicht, ob die Piraten das Schiff vielleicht verlassen haben, als sie unseren Hubschrauber sahen, oder ob sie vorher von sich aus aufgaben", sagte der zuständige Stabssprecher Michael Bill in Kopenhagen.

Die Besatzung hatte am Freitagmorgen in ihrem Notruf mitgeteilt, dass bewaffnete Piraten das Schiff geentert hätten. Die Kommandobrücke der auf Barbados registrierten "Ariella" war dann völlig verwaist, wie die dänischen Einheiten schon von ihrem Helikopter aus ermittelt hatten. Das Schiff lief mit Autopilot.

Die "Absalon" patrouilliert zusammen mit anderen Schiffen als Nato-Einheit vor der Küste von Somalia, um Schiffskaperungen durch Piraten vorzubeugen oder Geiseln zu befreien. In der Nacht zum Sonntag hatten die dänischen Marinesoldaten bereits Seeleute auf einem indischen Schiff aus der Gewalt von Piraten befreit.

Im Rahmen der Operation Atalanta zur Piratenbekämpfung befinden sich derzeit auch die deutschen Fregatten Bremen und Karlsruhe im Seegebiet vor dem Horn von Afrika.