Bosnien

Fünf Männer in Bosnien wegen Anschlagsplänen angeklagt

Die bosnische Justiz hat am Dienstag fünf Männer wegen mutmaßlicher Anschlagspläne angeklagt.

Sarajevo. Ihnen werde „Terrorismus, Bildung einer kriminellen Vereinigung und illegaler Waffenhandel“ vorgeworfen, teilte das Staatsgericht in Sarajevo mit. Nach Angaben aus dem Umfeld der Ermittler sollen die drei Hauptangeklagten im vergangenen Jahr Anschläge auf die europäische EUFOR-Truppe in Bosnien sowie auf ein katholisches Kloster und die Kathedrale in Sarajevo geplant haben. Ihr Ziele seien Soldaten aus Ländern gewesen, die Truppen im Irak und in Afghanistan stationiert hätten. Die drei Männer, die demnach von Islamisten in Deutschland und Österreich ausgebildet wurden, waren Anfang November in Bosnien festgenommen worden. Eine erste Festnahme erfolgte bereits im März, die drei Männer kamen jedoch nach drei Monaten wieder auf freien Fuß, weil die Behörden keine triftigen Beweise gegen sie in der Hand hatten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden in der Zwischenzeit jedoch zahlreiche Zeugen und weitere Verdächtige befragt sowie mehr als tausend Beweise in Bosnien, Deutschland und Österreich gesammelt.