Französischer Präsident fordert Rücknahme

Sarkozy klagt gegen Voodoo-Puppe

Da versteht der Französische Präsident Nicolas Sarkozy keinen Spaß mehr. Er zieht gegen den Verlag K&B Editions vor Gericht, der eine Voodoo-Puppe samt Handbuch mit dem Ebenbild seiner selbst verkauft.

Paris. Sarkozy will in einem Schiedsverfahren gegenüber dem Verlag K&B Editions erreichen, dass der Verkauf dieser Puppe gestoppt wird. Der Verlag hat die Sarkozy-Puppe mit Voodoo-Anleitung und Nadeln seit einigen Wochen für 12,95 Euro im Programm. Nach Angaben des Verlags sollen Käufer die Möglichkeit haben, Sarkozy daran zu hindern "Schaden anzurichten". Der Elysee-Palast warf dem Verlag einen "üblen Geschack" vor und verurteilte die Verwendung des Image des Präsidenten zu kommerziellen Zwecken.

K&B Editions kritisierte die Forderung nach einem Verkaufsstopp als "vollkommen unverhältnismäßig" und verwies dabei auf den "spielerischen" und "humorvollen Charakter" des beiliegenden Handbuchs.

Der Verlag vertreibt zudem auch eine Puppe zu der ehemaligen sozialistischen Präsidentschaftskandidatin Segolène Royal mit 12.000 Exemplaren; von der Sarkozy-Puppe gibt es rund 20.000. K&B Editions sagte, man werde die Puppen nicht zurücknehmen, da der Präsident eine "öffentliche politische Persönlichkeit" sei und das Projekt von einer humorvollen Seite" betrachtet werden solle. Es wurde eine Anhörung zu dem Fall für Freitagnachmittag angesetzt.