Blutvergießen: dreistellige Zahl von Todesopfern

Mehrere hundert Menschen in Tibet getötet

Das erklärte das tibetische Exilparlament im indischen Dharamshala.

Bei den anti-chinesischen Protesten in Tibet sind mehrere hundert Menschen getötet worden. Demnach seien die Menschen in der Hauptstadt Lhasa und anderen Regionen der von China kontrollierten Himalaya-Region getötet worden. Das Exilparlament forderte gleichzeitig die Vereinten Nationen auf, das Blutvergießen zu untersuchen.

"Die massiven Demonstrationen, die am 10. März in der Hauptstadt Lhasa und anderen Regionen Tibets begannen und den Tod von Hunderten von Tibetern nach sich zogen... müssen die Aufmerksamkeit der Vereinten Nationen bekommen", hieß es in der Erklärung.

Unterdessen wächst die Diskussion um einen Boykott der Olympischen Spiele.

Die Exil-Tibeter in Deutschland forderten, dass die ganze Welt jetzt eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Peking überdenken sollte. Ihr Vorsitzender Lhanzom Evelding sagte der "Bild am Sonntag": "Das beste wäre, die Spiele in ein Land zu verlegen, in dem die Menschenrechte geachtet werden."

Das Olympia-Organisationskomitee (BOCOG) in Peking hat Kommentare zu einem von Exil-Tibetern und Hollywoodstar Richard Gere geforderten Boykott der Sommerspiele (8. bis 24. August) abgelehnt. Derweil spielen in Chinas Medien die Boykott-Forderungen bislang keine Rolle. Dort wird das Thema Tibet bisher klein gefahren.

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