Irak akzeptiert bedingungslose Rückkehr der UN-Inspektoren

Der Irak erklärt sich einverstanden, die UN-Waffeninspektoren wieder ins Land zu lassen. Außenminister Sabri übergab entsprechendes Schreiben an Generalsekretär Annan

New York. Irak hat einer bedingungslosen Rückkehr der UN-Waffeninspektoren zugestimmt. Das erklärte UN-Generalsekretär Kofi Annan in New York nach einer Unterredung mit dem irakischen Außenminister Nadschi Sabri. Wie Annan mitteilte, übergab ihm Sabri ein entsprechendes Schreiben der irakischen Führung. Darin erkläre sich Irak einverstanden, die Inspektoren wieder ins Land zu lassen, damit sie ihre Arbeit fortsetzen könnten. An der Unterredung nahm auch der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa, teil. Annan sagte, die Arabische Liga habe in der Sache eine Schlüsselrolle gespielt. Er dankte Mussa für dessen Bemühungen, Irak von einer Rückkehr der UN-Inspektoren zu überzeugen. Annan kündigte an, dass er den Brief sofort an den Weltsicherheitsrat weiterleiten werde, damit dieser über die nächsten Schritte beraten könne. Entsprechend den Resolutionen des Weltsicherheitsrates werden die nach dem irakischen Einmarsch in Kuwait 1990 verhängten Sanktionen gegen Irak erst aufgehoben, wenn die Inspektoren bestätigen, dass alle Massenvernichtungswaffen zerstört sind. Die Inspektoren hatten vor vier Jahren vor amerikanischen und britischen Luftangriffen gegen Irak das Land verlassen. Irak verweigerte ihnen später die Rückkehr. Der Streit um die Rückkehr der Inspektoren hatte sich in den letzten Wochen zugespitzt. Die USA haben mit einem Militärschlag gegen Irak gedroht. Die amerikanische Regierung hat zuletzt allerdings auch erklärt, dass es ihr nicht nur um die Rückkehr der Kontrolleure gehe, sondern dass das Ziel der Sturz des irakischen Präsidenten Saddam Hussein sei.

( AP )

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