Bush beantragt beim Kongress 75 Milliarden Dollar

Finanierung des Irak-Krieges nur bis Mai gesichert. Mehr Geld auch für den Heimatschutz und den Kampf gegen den Terror. Haushaltsdefizit steigt

Washington. US-Präsident George W. Bush hat am Montag im US-Kongress per Eilantrag rund 75 Milliarden Dollar zur Finanzierung des Irak-Krieges beantragt. Falls die Mittel nicht rasch bewilligt würden, sei die Finanzierung des US-Feldzuges in Irak nur bis Mai gesichert, verlautete aus dem Verteidigungsministerium. Nach den Kriegsfinanzierungsplänen von Bush soll das Verteidigungsministerium zusätzliche 62,6 Milliarden Dollar erhalten. Diese Summe basiert dem Vernehmen nach auf der Erwartung eines sechs Monate währenden Engagements in Irak, einschließlich Maßnahmen zur Stabilisierung des Landes. 4,2 Milliarden Dollar sollen dem Plan zufolge für die innere Sicherheit bereitgestellt werden, 7,8 Milliarden für die Unterstützung von Verbündeten Israel, Ägypten, Jordanien und die Türkei. Auch Länder wie Afghanistan, Kolumbien und die Philippinen, die den Irak-Kurs der US-Regierung unterstützen, sollen Zahlungen erhalten. Auch humanitäre und Wiederaufbauhilfen sind darin enthalten. Haushaltsdefizit steigt auf 400 Milliarden Dollar Trotz der Sorge über das Haushaltsdefizit, das in diesem Jahr kriegsbedingt auf knapp 400 Milliarden Dollar steigen könnte, dürfte der von Bushs Republikanern dominierte Kongress den Eilantrag wohl rasch billigen. Abgeordnete haben jedoch Änderungen nicht ausgeschlossen. Der Präsident des Repräsentantenhauses, Dennis Hastert, äußerte sich zuversichtlich, dass der Antrag Bushs eine große überparteiliche Mehrheit finden werde. Bush hat eine Abstimmung bis zum 11. April beantragt.

( AP, AFP )

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