Powell: Bush gibt Saddam Ultimatum

Der irakische Machthaber solle das Land verlassen. Über die Länge des Ultimatums wollte Powell keine Auskunft geben. Bush will sich gegen zwei Uhr nachts mitteleuropäischer Zeit in einer Rede äußern

US-Präsident George W. Bush wird dem irakischen Präsidenten Saddam Hussein ein Ultimatum zum Verlassen des Landes stellen. Das sagte US-Außenminister Colin Powell. Er lehnte es aber ab, Auskunft über die Länge des Ultimatums zu geben. Bush wollte sich am Dienstag um 02.00 Uhr MEZ mit einer Rede an die Nation und die Welt wenden. "Das Fenster der Diplomatie schließt sich. Die Stunde der Wahrheit ist da", sagte Powell wörtlich. Der Minister erklärte, Saddam sei "schuldig", gegen die UN- Auflagen verstoßen zu haben. Er habe widerwillig einige wenige Zugeständnisse gemacht, aber nicht die Art von Zusammenarbeit gezeigt, die in der UN-Resolution 1441 gefordert sei. Powell fuhr fort, die USA besäßen nach internationalem Recht alle Befugnisse zum Handeln. Zum Scheitern der diplomatischen Bemühungen um einen UN-Konsens sagte Powell: "Die UN werden überleben und die USA werden ein wichtiges Mitglied bleiben. Aber dies war ein Test, den der Sicherheitsrat nicht bestanden hat."