90 Prozent der Amerikaner sind gläubig

Die USA gelten als die gläubigste der Demokratien weltweit. Die meisten Amerikaner sehen ihr Land sogar als "God's own country" (Gottes Heimat). In der Verfassung ist nicht nur die strikte Trennung von Staat und Kirche, sondern auch die Glaubensfreiheit verbrieft. Thomas Jefferson, einer der Gründungsväter Amerikas, urteilte, dass sich die Glaubensfreiheit als "das effizienteste Mittel gegen den Streit unter den Religionen" erwiesen habe. Sie war nicht zuletzt eine Konsequenz aus der Tatsache, dass sich die Völker Europas unter dem Diktat von Staatsreligionen immer wieder in blutige Glaubenskriege verstrickt hatten. Insgesamt glauben 90 Prozent der Amerikaner an Gott und 80 Prozent an die Auferstehung. In Deutschland hingegen halten sich nur 47 Prozent (alte Länder) bzw. 32 Prozent (neue Länder) für religiös; für 14 Prozent ist die Auferstehung eine Gewissheit, weitere 15 Prozent halten sie für möglich. Von den gut 27 Millionen deutschen Katholiken nehmen rund 20 Prozent regelmäßig an der Messefeier teil, und von den ebenfalls etwa 27 Millionen Protestanten besuchen lediglich fünf Prozent sonntags den Gottesdienst. Anders in den USA: 48 Prozent der Katholiken besuchen wenigstens einmal pro Woche die Messe. Von den Baptisten gehen 50 Prozent, von den Methodisten 49 Prozent und von den Lutheranern 43 Prozent wöchentlich in den Gottesdienst.

( han )

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