Israel kritisiert Uno-Pläne für Atomabrüstung als heuchlerisch

New York. Der Nahe Osten soll zur atomwaffenfreien Zone werden: Auf diese Forderung haben sich die 189 Mitgliedstaaten des Atomwaffensperrvertrages zum Abschluss einer Uno-Konferenz in New York geeinigt. Auch Washington schloss sich dem Ruf im Grundsatz an.

Keine 24 Stunden später wies Israel, das nach Schätzung von Experten zwischen 80 und 100 atomare Sprengköpfe besitzen dürfte, die Erklärung als "fragwürdig und heuchlerisch" zurück. Das Dokument ignoriere "die Realitäten im Nahen Osten und die wirklichen Bedrohungen, denen die Region und die ganze Welt ausgesetzt" seien. So wird der Iran in dem Text mit keinem Wort erwähnt. Teheran wird verdächtigt, den Bau der Atombombe anzustreben.

In dem Schlussdokument werden zudem die fünf offiziellen Atommächte, die USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich, gedrängt, den Abbau ihrer Waffenarsenale zu beschleunigen und diese am Ende zu eliminieren. Im Text wird erstmals ein Zeitplan angesprochen.