Berlin. Gegen den Präsidentensohn laufen seit Jahren Ermittlungen. Ein geplanter Deal mit der Staatsanwaltschaft war zuvor geplatzt.

Das ist die Nachricht, die US-Präsident Joe Biden im Wahlkampf nicht gebrauchen kann. Wie am Donnerstag bekannt wurde, ist gegen seinen Sohn Hunter wegen eines Verstoßes gegen waffenrechtliche Vorgaben Anklage erhoben worden.

Dem 53-jährigen Hunter Biden wird zur Last gelegt, bei einem Waffenkauf vor Jahren seine Drogenabhängigkeit verschwiegen zu haben. Ein geplanter Deal mit der Staatsanwaltschaft im Bundesstaat Delaware zu den Vorwürfen war zuvor geplatzt.

Es geht um Waffen, Drogen, auch um ein Steuerdelikt

In der von einer "Grand Jury" im Bundesstaat Delaware erhobenen Anklage wird ihm vorgeworfen, 2018 kurzzeitig einen Revolver besessen zu haben. Als Drogenkonsument war ihm das damals aber untersagt. Hunter Biden soll gegenüber dem Waffenhändler falsche Angaben gemacht haben, um den Colt zu kaufen.

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Die Anklage kommt nicht überraschend. Wie US-Medien berichten, hatte Sonderermittler David Weiss angekündigt, bis zum 29. September Anklage zu erheben. Gegen den Präsidentensohn laufen seit Jahren Ermittlungen.

Zunächst sah es nach einem Deal aus. Hunter Biden habe sich bereiterklärt, sich in Bezug auf Steuervergehen schuldig zu bekennen. Bezogen auf das Waffendelikt würde er bestimmten Bedingungen zustimmen.

Biden wehrt sich gegen politische Sippenhaft

Bei einer Anhörung dazu Ende Juli brachte eine Richterin jedoch Einwände gegen die Vereinbarung vor. Daraufhin gewährte Justizminister Merrick Garland Staatsanwalt Weiss die Unabhängigkeit eines Sonderermittlers. Nun droht Hunter Biden eine Gefängnisstrafe.

Ermittlungen und Prozess könnten den Wahlkampf in den USA beeinflussen. Biden will sich nächstes Jahr abermals zur Wahl stellen. Der Präsident hat die Angriffe gegen sich und seine Familie in der Vergangenheit als Verleumdungskampagne zurückgewiesen. (fmg) Das könnte Sie auch interessieren: Trump weg – und auch Biden? Neues Szenario elektrisiert USA