Kinderbetreuung

Familienministerin Giffey will kostenfreie Kitas für alle

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD).

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD).

Foto: Britta Pedersen / dpa

Die SPD-Grundüberzeugung sei: Bildung muss gebührenfrei sein. Das sagt die Familienministerin. Sie fordert freien Zugang in Kitas.

Bremen. Bildung soll nichts kosten, sagt die Bundesfamilienministerin – und fordert kostenfreie Kitas für alle. Franziska Giffey (SPD) sagte dem „Weser-Kurier“ aus Bremen, die SPD habe eine Grundüberzeugung. „Bildung sollte für alle Kinder gebührenfrei sein.“ Kitas seien die ersten Bildungseinrichtungen, „deshalb sollte auch hier der Eintritt frei sein.“

Wer mehr verdiene, so die Ministerin, der werde dann an anderer Stelle über Steuern mehr belastet. Immerhin, so Giffey im „Weser-Kurier“, käme schließlich auch niemand auf die Idee, „dass die, die mehr Geld haben, für die Schule bezahlen.“

Giffey kontert Kritik am „Gute-Kita-Gesetz“

Giffey verteidigte sich damit gegen die Kritik an ihrem „Gute-Kita-Gesetz“ – einem der großen Vorhaben der Großen Koalition, die an diesem Dienstag einjähriges Jubiläum hat.

Um die Qualität der Kinderbetreuung bundesweit zu verbessern, trat im Januar das „Gute-Kita-Gesetz“ in Kraft. Mit ihm überweist der Bund in den kommenden vier Jahren 5,5 Milliarden Euro zusätzlich an die Länder, um die Qualität der Kinderbetreuung zu verbessern.

Gute-Kita-Gesetz kommt Anfang 2019
Gute-Kita-Gesetz kommt Anfang 2019

Kritiker bemängeln, dass die Milliarden auch für die Finanzierung beitragsfreier Betreuung genutzt wird – und nicht ausschließlich für die Verbesserung der Qualität.

Giffey hatte zusätzlich Geld in die Hand genommen, um den Erzieherberuf aufzuwerten. Sie gab den Ländern 300 Millionen Euro für Kita-Fachkräfte. (sdo)