Krieg in Syrien

US-Regierung zieht doch nicht alle Soldaten aus Syrien ab

Die USA wollen nun doch nicht alle ihre Soldaten aus Syrien abziehen.

Die USA wollen nun doch nicht alle ihre Soldaten aus Syrien abziehen.

Foto: Susannah George / dpa

Kehrtwende nach Kritik an der Entscheidung des US-Präsidenten Trump: Nicht alle Soldaten sollen abziehen, etwa 200 bleiben vor Ort.

Washington.  Die US-Regierung hat angekündigt, doch einen Teil ihrer Soldaten in Syrien stationiert zu lassen. Noch im Dezember hatte US-Präsident Donald Trump mitgeteilt, alle 2000 U S-Soldaten aus Syrien abzuziehen.

Nun soll eine „kleine Friedenssicherungstruppe“ von rund 200 für einen bestimmten Zeitraum in Syrien bleiben, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, dem Sender CBS.

Trumps ursprüngliche Ankündigung des Abzugs aus Syrien hatte national wie international große Irritationen ausgelöst. Er begründete die Entscheidung damit, dass die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) dort bezwungen sei. Nach viel Kritik war Trump davon abgerückt, dass der IS bereits komplett besiegt sei.

Trump telefonierte mit dem türkischen Präsidenten Erdogan

Ein Abzug der US-Truppen würde die Kräfteverhältnisse in der Region verändern. So droht die Türkei, mit einer Offensive im Norden Syriens gegen die Kurdenmiliz YPG vorzugehen. Trump tauschte sich mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in einem Telefonat über die Situation in Syrien aus. Beide hätten sich darauf verständigt, weiter an der Schaffung einer möglichen Sicherheitszone zu arbeiten, teilte das Weiße Haus mit.

Der republikanische Senator Lindsey Graham begrüßte Trumps Entscheidung, „ein kleines Kontingent amerikanischer Kräfte als Teil einer internationalen Stabilitätseinheit in Syrien zu belassen“. Das werde sicherstellen, dass der IS nicht zurückkehren werde und der Iran nicht in das Vakuum vorstoßen werde, schrieb er auf Twitter. Damit sei Trump den Ratschlägen des Militärs gefolgt. „Gut gemacht, Mr. President.“ (dpa/tan)