Parteitreffen

AfD-Veranstaltung in Köln – Polizist „erheblich“ verletzt

Bei einer AfD-Veranstaltung in Köln hat sich ein Polizist „erhebliche Verletzungen“ zugezogen. (Symbolbild)

Bei einer AfD-Veranstaltung in Köln hat sich ein Polizist „erhebliche Verletzungen“ zugezogen. (Symbolbild)

Foto: Boris Roessler / dpa

Das AfD-Treffen musste abgebrochen werden. Demonstranten störten die Veranstaltung. Dabei stürzte ein Polizist von der Bühne.

Köln.  Während eines Bürgerdialogs der AfD haben am Donnerstagabend (20.12.) Gegendemonstranten für Tumulte gesorgt. Dabei wurde ein Polizist verletzt. Die Veranstaltung musste abgebrochen werden.

Die Tumulte wurden laut Polizei von einigen Dutzend Gegnern des Treffens ausgelöst. Zu Beginn liefen den Angaben zufolge mehrere von ihnen auf das Podium, skandierten Parolen und entrollten Transparente.

Polizist musste in Klinik gebracht werden

Nach Polizeiangaben versuchten Beamte dann, die Gegner von der Bühne zu führen. Dabei sei Widerstand geleistet worden. Während des Abführens der Demonstranten sei der Polizist von der Bühne gestürzt, erklärte ein Polizeisprecher.

Wie ein Polizeisprecher am Donnerstag (27.12.) mitteilte, zog sich der Polizist bei dem Sturz eine „erhebliche Knieverletzung“ zu und ist bis auf weiteres nicht dienstfähig. Das könnte auch daran liegen, dass die medizinischen Untersuchungen auch nach Weihnachten noch nicht abgeschlossen waren.

Es war unklar, ob der Mann selbst stürzte oder von der Bühne gezerrt wurde. Am Donnerstag hatte es zunächst geheißen, der Mann sei „vom Podium gezerrt“ worden. Bei dem Sturz erlitt der Mann demnach „erhebliche“ Verletzungen. Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus.

Die Polizei nahm die Personalien von 40 Verdächtigen auf. Sie müssen sich in Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz und wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten.

Die Ratsfraktion der AfD hatte am Donnerstagabend in einem städtischen Museumsgebäude zu einer Vortragsreihe mit offenem Bürgerdialog eingeladen. Im Saal fanden sich Polizeiangaben zufolge dann aber auch zahlreiche „Meinungsgegner“ ein.

Laut „Kölner Stadtanzeiger“ hatten sich rund 400 Menschen vor dem Gebäude versammelt, um gegen die AfD zu protestieren. Zuvor hatte es in der Stadt eine Debatte darüber gegeben, nach welchen Kriterien öffentliche Räume vermietet werden. (dpa/cho/ac)