Generaldebatte

Eklat im Bundestag: AfD verlässt die Generaldebatte

Während der Rede von Johannes Kahrs bei der Generaldebatte verlassen AfD-Abgeordnete den Sitzungssaal.

Während der Rede von Johannes Kahrs bei der Generaldebatte verlassen AfD-Abgeordnete den Sitzungssaal.

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Die AfD-Fraktion hat während der Generaldebatte den Sitzungssaal geschlossen verlassen. Grund waren Aussagen eines SPD-Politikers.

Berlin.  Die AfD-Fraktion hat während der Generaldebatte im Bundestag für einen Eklat gesorgt. Während der Rede von SPD-Politiker Johannes Kahrs verließen die Abgeordneten der Alternative für Deutschland kurzzeitig geschlossen den Plenarsaal.

Grund hierfür seien Äußerungen des SPD-Politikers gewesen, schreibt die Bild Zeitung. Kahrs habe in Richtung der AfD-Abgeordneten gesagt: „Rechtsradikale im Parlament sind unappetitlich! Hass macht hässlich – schauen Sie mal in den Spiegel.“ Daraufhin verließen die AfD-Politiker den Saal. „Das sind keine Patrioten“, sagte Kahrs mit Blick auf die leeren Stühle der AfD.

Kritik von Bundestagsvizepräsident Friedrich

Nach Ende der Kahrs-Rede kamen die Abgeordneten zurück in den Saal. Von Bundestagsvizepräsident Hans-Peter Friedrich wurde Kahrs kritisiert: „Herr Kollege Kahrs, gestatten Sie mir die Anmerkung, ich glaube nicht, dass es zielführend ist, wenn wir eine solche Aggressivität in dieses hohe Haus bringen. Das wird für die Beratungen in der Zukunft nicht zuträglich sein. Ich möchte Sie wirklich bitten, sich zu mäßigen, auch in der Zukunft. Das ist nicht in Ordnung.“ (sige)

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