Verunglimpfung

Enkel von Hitler-Attentäter Stauffenberg kontert AfD-Polemik

Gedenkveranstaltung für Hitlerattentäter: Am 20. Juli 1944 hatten Wehrmachtsoffiziere um Claus Schenk Graf von Stauffenberg vergeblich versucht, Adolf Hitler zu töten und den Krieg zu beenden.

Gedenkveranstaltung für Hitlerattentäter: Am 20. Juli 1944 hatten Wehrmachtsoffiziere um Claus Schenk Graf von Stauffenberg vergeblich versucht, Adolf Hitler zu töten und den Krieg zu beenden.

Foto: Tobias Schwarz / REUTERS

AfD-Politiker Steinke bezeichnete Stauffenberg als Verräter und Feigling. Nun meldet sich der Enkel des Hitler-Attentäters zu Wort.

Wegen der Verunglimpfung des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg hat dessen Enkel dem niedersächsischen AfD-Nachwuchspolitiker Lars Steinke „Geschichtsklitterung der besonderen Art“ vorgeworfen. Der Landeschef der Jugendorganisation Junge Alternative (JA) solle vom Verfassungsschutz beobachtet werden, sagte Karl Schenk Graf von Stauffenberg der „Bild“-Zeitung.

Steinke hatte in einem nicht öffentlich einsehbaren Facebook-Eintrag Stauffenberg als Verräter und Feigling bezeichnet. „Jemanden Feigling zu nennen, der versucht hat, einen Despoten ums Eck zu bringen, wohl wissend, dass er damit als Verräter in die deutsche Geschichte eingehen und seine Familie in Gefahr bringen würde, halte ich für fast lächerlich“, sagte der Stauffenberg-Enkel dazu. Die AfD in Niedersachsen will Steinke aus der Partei ausschließen. (dpa)

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