Stilfragen

Donald Trump nicht bei Bush-Begräbnis – So ätzt das Netz

Dass diese Truppe am Rande des Begräbnisses von Barbara Bush so gut gelaunt aussah, hat vielleicht damit zu tun, dass die 92-Jährige gesagt hatte, sie habe keine Angst vorm Sterben. Von links: Laura Bush, George W. Bush, Bill Clinton, Hillary Clinton, Barack Obama, Michelle Obama und Melania Trump mit George H.W. Bush (vorne).

Dass diese Truppe am Rande des Begräbnisses von Barbara Bush so gut gelaunt aussah, hat vielleicht damit zu tun, dass die 92-Jährige gesagt hatte, sie habe keine Angst vorm Sterben. Von links: Laura Bush, George W. Bush, Bill Clinton, Hillary Clinton, Barack Obama, Michelle Obama und Melania Trump mit George H.W. Bush (vorne).

Foto: HANDOUT / REUTERS

Ex-First-Lady Barbara Bush ist beigesetzt worden. Mit dabei: Die US-Präsidenten Nummer 41, 42, 43 und 44. Es fehlte: Donald Trump.

Houston.  Dass Stil nicht seine Stärke ist, ist nicht neu. Aber ein immer wieder gern genutzter Anlass für Menschen, ihre Abneigung gegenüber Donald Trump kundzutun. Zuletzt am Wochenende, als im texanischen Houston die frühere First Lady Barbara Bush beigesetzt wurde.

Ein Foto, das die Bush-Familie veröffentlichte, zeigt die früheren Präsidenten George H.W. Bush, George W. Bush, Bill Clinton und Barack Obama und die ehemaligen First Ladys Laura Bush, Hillary Clinton, Michelle Obama und Melania Trump. Es fehlt: der amtierende US-Präsident Donald Trump.

Donald Trump war zum Golfen in Florida

Mit rund 1500 Trauergästen hatten die vier ehemaligen US-Präsidenten in Houston Abschied von Barbara Bush genommen, der Frau von George H.W. Bush und Mutter von George W. Bush. Sie war am Dienstag im Alter von 92 Jahren gestorben.

Donald Trump war derweil in Florida zum Golfen. Er hatte ausrichten lassen, „aus Respekt vor der Bush-Familie“ nicht an der Zeremonie teilnehmen zu wollen. Das Verhältnis Trumps zum Bush-Clan ist ausnehmend schlecht. Trump twitterte am Samstag, er denke an die Bush-Familie und bete für sie. Auf dem Rückweg vom Golfplatz twitterte er, die Feier an diesem „schönen Tag“ im Fernsehen verfolgen zu wollen.

Twitter-Nutzer machen sich über Trump lustig

Mit Blick auf einen offenbar entspannten Austausch bemerkte eine Twitter-Nutzerin, dass First Lady Melania Trump wohl mit Barack Obama bei einer Beerdigung glücklicher sei als mit ihrem Mann bei dessen Amtseinführung.

Ein anderer fragte sich, ob Präsident Trump dem Begräbnis wohl beigewohnt hätte, wenn es auf einem Golfplatz stattgefunden hätte.

Sehr böse twitterte Comedian und Autor Josh Comers zum Bild der lächelnden Polit-Prominenz: „Es ist fast so, als wären sie bei Trumps Beerdigung.“

Neben Trump fehlte auch Ex-Präsident Jimmy Carter. Der 93-Jährige ist seit Jahren wegen einer Krebserkrankung in Behandlung.

Tatsächlich ist es nicht unbedingt üblich, dass amtierende Präsidenten bei solchen Gelegenheiten auftauchen. Barack Obama erschien auch nicht zu den Trauerfeierlichkeiten der früheren First Ladys Betty Ford im Jahr 2011 oder Nancy Regan im Jahr 2016. (moi)