Koalitionsverhandlungen

GroKo plant bessere Bezahlung in der Pflege

Angestellte in der Alten- und Krankenpflege sollen künftig besser bezahlt werden – etwa über flächendeckende Tarifverträge.

Angestellte in der Alten- und Krankenpflege sollen künftig besser bezahlt werden – etwa über flächendeckende Tarifverträge.

Foto: Jens Büttner / dpa

Alten- und Krankenpfleger sollen künftig besser bezahlt werden. Darauf einigten sich Union und SPD in den Koalitionsverhandlungen.

Berlin.  Union und SPD haben sich bei ihren Koalitionsverhandlungen auf eine bessere Bezahlung in der Alten- und Krankenpflege verständigt. In diesen Pflegebereichen sollen auch Sofortmaßnahmen für eine bessere Personalausstattung eingeleitet werden. Dies teilte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Dienstagabend in Berlin am Rande eines Spitzentreffens der Unterhändler beider Seiten mit.

Zusammen mit den Tarifpartnern solle dafür gesorgt werden, dass Tarifverträge in der Pflege flächendeckend zur Anwendung kommen. Besonders die Bezahlung in der Altenpflege wurde immer wieder als zu niedrig kritisiert. Für die medizinische Behandlungspflege in Heimen sollen 8000 neue Fachkraftstellen geschaffen werden.

Auch Angehörige unterstützen

Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sagte, die Zahl der Pflegebedürftigen wachse. Daher sollten die pflegenden Angehörigen gestärkt werden und Leistungen zusammengefasst und besser zugänglich gemacht werden. Langfristig sei also mehr Pflegepersonal notwendig.

GroKo-Durchbruch: Darauf haben sich die Parteien geeinigt

Der für Gesundheit zuständige Unionsfraktionsvize Georg Nüßlein (CSU) sagte, man wolle auch die größeren Distanzen im ländlichen Bereich berücksichtigen. Er sprach von einem insgesamt runden Maßnahmenpaket, das Hoffnung gebe, dass es insgesamt eine Lösung gebe. (dpa)