Bundeswehr

Flugschreiber von abgestürztem Hubschrauber in Mali entdeckt

Ein Kampfhubschrauber des Typs Tiger war in Mali abgestürzt (Symbolbild).

Ein Kampfhubschrauber des Typs Tiger war in Mali abgestürzt (Symbolbild).

Foto: Marc Tessensohn / dpa

Die getöteten Soldaten sind nach Deutschland überführt worden. Derweil wurde einer der beiden Flugschreiber entdeckt.

Berlin/Gao.  Luftfahrtexperten der Bundeswehr haben einen von zwei Flugschreibern des abgestürzten Kampfhubschraubers in Mali gefunden. Das Gerät sei aber beschädigt, man wisse nicht, ob man es auslesen könne, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur am Samstag.

Zwei Flugschreiber hätten sich im Tiger-Hubschrauber befunden, das zweite Gerät suche man immer noch. Ein Team von Experten der Bundeswehr ist seit Donnerstag vor Ort, um die Ursache des tödlichen Unglücks zu erforschen. Die Absturzstelle sei weiterhin gesichert.

Beim Absturz des Hubschraubers in Mali waren am Mittwoch zwei Soldaten ums Leben gekommen. Es sind die ersten Todesfälle von Bundeswehrsoldaten im Auslandseinsatz seit 2015. Die Ursache ist nach wie vor ungeklärt. Allerdings gibt es bislang keinen Hinweis auf einen Abschuss.

Von der Leyen bestürzt über Absturz von Bundeswehrhubschrauber

Tote Bundeswehrsoldaten in Köln in Empfang genommen

Am Samstag waren die Leichen der beiden Männer nach Deutschland überführt worden. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) nahm sie am Samstagabend im Kreise von Angehörigen und Kameraden auf dem Militärflughafen in Köln in Empfang.

Sie waren mit einem Airbus der Luftwaffe am Samstag von Westafrika nach Hause geflogen worden. In einem Hangar begann am Abend eine kurze Trauerzeremonie, eine sogenannte Ehrenvolle Aufnahme. Sie fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Danach brach von der Leyen nach Westafrika auf. Die Reise der Ministerin nach Mali und Niger war schon mehrere Wochen lang geplant. Allerdings wurde der Trip wegen des Hubschrauberunglücks vorgezogen und verlängert. Von der Leyen will in Westafrika mehr Zeit bei den Soldaten verbringen, auch ein Gottesdienst mit den Soldaten in Mali steht auf dem Programm. (dpa)