Entschädigung

Bund zahlte Berliner Terroropfern bisher über 200.000 Euro

Der Bund hat veröffentlicht, wie viel Geld er den Opfern und Hinterbliebenen des Terroranschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt gezahlt hat.

Der Bund hat veröffentlicht, wie viel Geld er den Opfern und Hinterbliebenen des Terroranschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt gezahlt hat.

Foto: Maurizio Gambarini / dpa

Die Opfer des Anschlags in Berlin haben bisher etwa 203.000 Euro Entschädigung erhalten. Bis 8. Februar waren 51 Anträge eingegangen.

Berlin.  Fast zwei Monate nach dem Berliner Terroranschlag haben Opfer und Angehörige etwa 203.000 Euro Entschädigung vom Bund bekommen. „Weitere Zahlungen erfolgen laufend“, teilte das Bundesjustizamt am Donnerstag mit. Mit Stand 8. Februar seien 51 Anträge von Opfern und Hinterbliebenen erfasst.

Im Bundeshaushalt seien für Opfer extremistischer Übergriffe und terroristischer Straftaten 1,4 Millionen Euro eingestellt. Wenn mehr Geld benötigt werde, werde das auch bewilligt. „Es ist somit sichergestellt, dass alle Opfer extremistischer Übergriffe und terroristischer Straftaten eine Härteleistung erhalten können“, erklärte Amtssprecher Thomas Ottersbach. In der Regel wird ein einmaliges Schmerzensgeld gezahlt.

Zusätzlicher Hilfstopf noch nicht benötigt

Auch über das Opferentschädigungsgesetz (OEG) können Betroffene Hilfe bekommen. Auf diese Ausnahmeregelung hatten sich Sozialministerin Andrea Nahles und Justizminister Heiko Maas (beide SPD) geeinigt. Eigentlich greift das Gesetz bei mit Kraftfahrzeugen verübten Anschlägen nicht. Nach Recherchen der „Heilbronner Stimme“ war Anfang Februar aus diesem Topf allerdings auch noch nichts gezahlt worden.

Der Attentäter war am 19. Dezember mit einem Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gefahren. Er tötete zwölf Menschen und verletzte mehr als 50.

(dpa)