US-Wahlen

Hillary Clinton und Donald Trump bewundern Kanzlerin Merkel

Hillary Clinton als Außenministerin und Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einem Archivfoto im Dezember 2011.

Hillary Clinton als Außenministerin und Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einem Archivfoto im Dezember 2011.

Foto: imago stock&people

Vor wenigen Wochen zog Präsidentschaftskandidat Donald Trump noch über Merkel her. Nun tat er seine Bewunderung für die Kanzlerin kund.

Chicago.  Dass Hillary Clinton große Sympathien für Angela Merkel hegt, ist bekannt. Neuerdings äußert sich jedoch auch der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump lobend über die Bundeskanzlerin.

Bemerkenswert häufig änderte Trump seine Meinung zu Merkel. Hatte er sie Anfang 2015 noch in den höchsten Tönen gelobt, kritisierte er sie wenig später für ihre „katastrophale“ und „irrsinnige“ Flüchtlingspolitik und warf ihr vor, Deutschland ruinieren zu wollen. Nun schwenkte er wieder auf Lob um und antwortete auf die Frage, welchen Staatschef er bewundere mit den Worten: „Merkel ist wirklich eine großartige Weltführerin.“ Er sei schon immer eine „Merkel-Person“ gewesen, lediglich von ihrer Flüchtlingspolitik sei er „sehr enttäuscht“.

Clinton und Merkel freundschaftlich verbunden

Hillary Clinton dagegen hatte sich bereits 2014 in ihrer zweiten Autobiografie über ihre Jahre als Außenministerin lobend über „die mächtigste Staatschefin Europas“ geäußert: „Während meiner Zeit als Außenministerin wuchs meine Bewunderung für diese entschlossene, kluge und ehrliche Frau, die mir gegenüber nie verhehlte, was sie dachte.“ Merkel hatte Clinton zu einem Amtsbesuch eine gerahmte Titelseite der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ geschenkt, auf dem beide Frauen in beinahe identischen Hosenanzügen und ohne Köpfe zu sehen waren. Das Geschenk amüsierte Clinton sichtlich.

Auf die ihr ebenfalls gestellte Frage nach einem von ihr bewunderten Staatschef sagte Clinton: „Ich mag viele Staatschefs, eine meiner Favoritinnen ist Angela Merkel, weil sie in schwierigen Zeiten eine außergewöhnliche und starke Führungsperson war.

Libertärer Kandidat Johnson fiel kein Staatschef ein

Merkels Mut in der Flüchtlingskrise habe sie beeindruckt, fügte die Demokratin hinzu. „Ich hoffe, ich werde die Gelegenheit bekommen, mit ihr zusammenzuarbeiten.“

Dem Präsidentschaftskandidaten der libertären Partei, Gary Johnson, war dieselbe Frage in einem Interview gestellt worden. Ihm fiel erst nach langem Grübeln ein, den ehemaligen Präsidenten Mexikos zu nennen, dessen Name ihm jedoch nicht einfallen wollte. (dpa/aba)