Madrid

Merkel schwer geschützt im Kanaren-Urlaub

Madrid.  Ein Wanderparadies, abgeschieden, einsam, ruhig: Die spanische Kanareninsel La Gomera bietet vermutlich alles, was sich Angela Merkel für ein paar erholsame Ostertage wünscht. Zum vierten Mal macht die Bundeskanzlerin mit Ehemann Joachim Sauer auf der Vulkaninsel Wanderurlaub, die fünf Flugstunden von Berlin vor der westafrikanischen Küste im Atlantik liegt. Merkel übernachtet in einem Vier-Sterne-Hotel in Playa de Santiago im Süden der Insel.

Wie die lokale Zeitung „La Provincia“ erfahren haben will, reisten mit der Kanzlerin zwölf deutsche Personenschützer und 15 spanische Leibwächter an, dazu diverse andere Polizeieinheiten wie etwa Sprengstoffexperten. Zudem steht eine Tauchereinheit bereit, für den Fall, dass Merkel mal im Meer baden gehen will. Die spanische Polizei will auf keinen Fall Spaniens Image als sicheres Urlaubsland aufs Spiel setzen.

Nicht nur Merkels Osterferien, sondern die europaweite Terrorangst nach den Anschlägen von Brüssel sorgen dafür, dass auf Gomera der Polizeischutz verschärft wurde. Auch auf den vielbesuchten kanarischen Nachbarinseln Teneriffa und Gran Canaria sowie auf Lanzarote, wo Merkels britischer Kollege David Cameron seine Ostertage verbringt, gibt es verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Auf allen spanischen Urlauberflughäfen, Fährhäfen und Bahnhöfen patrouillieren bewaffnete Polizisten. Spanien ist das Land in Europa, das stark vom Einbruch des Tourismus in Tunesien, Ägypten oder der Türkei profitiert, nachdem dort bei Anschlägen Feriengäste starben. „Genieße deinen Urlaub in totaler Sicherheit“, wirbt das Königreich. 2015 kamen mit 68 Millionen so viele ausländische Urlauber wie nie. 2016 wird ein neuer Rekord erwartet.