Rechtspopulismus

Wahlkampfhelfer attackieren Ausländer

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Zwei Wahlkampfhelfer einer rechtspopulistischen Partei haben in Berlin-Steglitz einen Ausländer angegriffen. Er hatte ihr Plakat kritisiert.

Berlin. Zwei Wahlkampfhelfer einer rechtspopulistischen Partei haben in Berlin-Steglitz einen Ausländer angegriffen. Der 32-Jährige hatte die beiden Männer kritisiert, dass sie ein Wahlplakat mit dem durchgestrichenen Bild einer Moschee aufgehängt hatten. Einer der Wahlkampfhelfer griff daraufhin nach einem Hammerstiel, verfolgte den 32-Jährigen und drohte, ihn „totzuschlagen“, so die Polizei. Als ein Polizist in Zivil eingreifen wollte, attackierte ihn der andere Wahlkampfhelfer mit Pfefferspray. Erst mit Verstärkung gelang es, die beiden Männer vorübergehend festzunehmen.

Die Berliner Linke will unterdessen die Ausstrahlung eines ausländerfeindlichen Wahlwerbe spots der NPD vor der Abgeordnetenhauswahl am 18. September verhindern. In dem Spot, der auf der Homepage der Partei abgerufen kann, werde suggeriert, dass Kriminalität generell von in Berlin lebenden Ausländern ausgehe.Dabei werde mit falschen Zahlen operiert. Das schrieb Fraktionschef Udo Wolf in einem Brief an die RBB-Intendantin Dagmar Reim. Sie solle nicht zulassen, dass die NPD über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk Berlin ihre „menschenverachtenden Thesen verbreiten kann“. (dpa/dapd)