Japanischer Ministerpräsident Fukuda tritt zurück

Der japanische Ministerpräsident Yasuo Fukuda hat am Montag nach zur einem Jahr Amtszeit überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Der 72-Jährige verkündete seine Entscheidung in einer Pressekonferenz, äußerte sich aber nicht dazu, wann er sein Amt niederlegt.

Wahrscheinlich wird er so lange Regierungschef bleiben, bis die regierende Liberaldemokratische Partei einen Nachfolger bestimmt hat, über den dann das Parlament abstimmen muss.

Angesichts der wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Landes wolle er ein Machtvakuum vermeiden, sagte Fukuda in der Pressekonferenz. "Wir müssen die Wichtigkeit der Wirtschaft besonders betonen", erklärte er in einer Fernsehansprache.

Fukuda hatte das Amt erst vor knapp einem Jahr angetreten, nachdem sein Vorgänger Shinzo Abe nach zwölf Monaten an der Spitze der Regierung zurückgetreten war. Abe war aus gesundheitlichen Gründen nur ein Jahr im Amt.

Fukudas Popularitätswerte blieben stets niedrig, einer am Montag veröffentlichten Umfrage zufolge unterstützten seine Politik lediglich 29 Prozent der Befragten. Seinen möglichen Nachfolger, Außenminister Taro Aso, machte Fukuda kürzlich zum Generalsekretär der Regierungspartei. Aso hielt sich während Fukudas Amtszeit im Hintergrund und könnte von vielen als Chance für einen Neuanfang der Partei gesehen werden.